VSTN setz sich für Versorgungsgerechtigkeit ein

Trotz aller bisherigen Bemühungen konnte eine Unterstützung durch SAPV noch nicht in allen Regionen Nordrheins erreicht werden, wie auch durch den aktuellen Bericht des GKV Spitzenverbandes zur Palliativversorgung dargestellt wird.

Durch ein spezialisiertes Palliativ-Care Team können, wie eine kürzliche Darstellung der 5 Jahres Ergebnisse auf dem Jahreskongress der DGHO1 zeigte, unerwünschte Krankenhausaufenthalte am Lebensende weitgehend vermieden werden: 14% der in der SAPV betreuten Patienten konnten nach einer Stabilisierung der Symptomatik weiter in der Allgemeinen Ambulanten Palliativversorgung versorgt werden, 6% wurden entsprechend des Patientenwunsches in ein Hospiz vermittelt. Von den verbleibenden Patienten konnten unter entsprechender Begleitung mit dem Ziel der Selbstbestimmung und Lebensqualität mehr als 97% bis zum Lebensende zu Hause verbleiben.

Der VSTN e.V. setzt sich für ein flächendeckendes Angebot von SAPV und damit für eine Versorgungsgerechtigkeit für alle von schwerer Krankheit betroffenen Bürger und Bürgerinnen in Nordrhein ein. Außerdem repräsentiert der Verbund SAPV Teams aus Nordrhein, mit dem Ziel eine qualitativ hochwertige SAPV in ganz Nordrhein zu etablieren. Gemeinsam mit der Landespolitik und den Krankenkassen sollen Wege für eine qualitativ hochwertige und flächendeckende SAPV entwickelt werden. Der aktuelle Koalitionsvertrag wird hierbei eine wichtige Grundlage bilden, da darin angekündigt wurde, gesetzliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Damit besteht nun die Aussicht zügig im Interesse schwer kranker und sterbender Menschen voranzukommen.

1 Grabenhorst U: Specialized ambulatory palliative care: (SAPV) facts and figures of 5-year commitment by HomeCare linker Niederrhein gGmbH (HC) in the Lower Rhine region.
Oncol Res Treat 2017;40(suppl 3):1–245 185 P626
doi.org/10.1159/000479566