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Was ist SAPV?

Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung kam mit der Gesundheitsreform 2007 zur Umsetzung.

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Was ist SAPV?

Der Anspruch der Versicherten in Deutschland auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung wurde mit der Gesundheitsreform 2007 geschaffen. Heute ist der Bereich Nordrhein bundesweit die erste Region mit einem gemeinsamen Vertrag für (fast) alle gesetzlichen Krankenkassen. In Nordrhein stehen seit 2009 multiprofessionelle "Palliativ-Care-Teams" bereit, um Menschen mit einer unheilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung und deren Angehörige in ihrer häuslichen Umgebung zu beraten, zu behandeln, zu unterstützen und zu begleiten.
Unter medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und spirituellen Gesichtspunkten ist es das erklärte Ziel, schwerkranken Menschen bis zu ihrem Lebensende ihre Selbstbestimmung, eine Symptomlinderung und eine häusliche Stabilisierung zu ermöglichen. Das gilt auch für Menschen in Pflegeeinrichtungen.

 

Was ist zu tun?

Sie möchten für sich oder in Verantwortung für eine angehörige Person Leistungen der SAPV erhalten.

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Welche Schritte muss ich veranlassen um Leistungen der SAPV in Anspruch zu nehmen?

Bevor Sie sich an ein Palliative-Care Team wenden, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem behandelnden Hausarzt halten. Falls Sie nach einem Krankenhausaufenthalt Versorgung und Unterstützung erhalten möchten, wenden Sie sich bitte zusätzlich an den zuständigen Sozialdienst des Krankenhauses.

Anschließend setzten Sie sich mit dem Palliative-Care Team Ihrer Region in Verbindung, welches Sie über alle weiteren Vorgehensweisen aufklärt. In der Regel wird Ihr Hausarzt oder der Sozialdienst des Krankenhauses bereits zusammen mit Ihnen den Kontakt zum Palliative-Care Team eröffnen.

In jedem Fall erfolgt die Verordnung der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) durch Ihren begleitenden Hausarzt (Muster 63). SAPV muss von Ihrem behandelnden Arzt oder dem Krankenhausarzt verordnet werden. Erst dann kann das Palliative-Care Team tätig werden.
Ihnen enstehen keine Kosten! Die SAPV wird komplett von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Unser Auftrag!

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben,
sondern den Tagen mehr Leben.“ (Cicely Saunders)

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„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben,
sondern den Tagen mehr Leben.“

(Zitat von Cicely Saunders)

Schwerstkranke Menschen, die sich auf dem letzten Weg ihres Lebens befinden, haben oft den Wunsch, diese Zeit zu Hause und im Kreise der Familie zu verbringen. Unsere Palliative-Care-Teams in Nordrhein stellen eine Versorgung rund um die Uhr, an jedem Tag der Woche, auch an Feiertagen für die Patienten sicher. Wir möchten den Tagen mehr Leben ohne Angst und ohne Schmerzen geben.

Über uns

Willkommen beim Verbund der SAPV-Teams in Nordrhein e.V.

Hier erhalten Sie Informationen rund um das Thema spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), sowie Aktuelles über die Arbeiten innerhalb des Verbundes. Der Verbund der SAPV-Teams Nordrhein e.V. ist ein Zusammenschluss der in Nordrhein aktiven Palliative-Care Teams (PCT).

Als Verbund ist es uns besonders wichtig, Inhalte für jeden in der geeigneten Weise zugänglich zu machen. Sie finden daher speziell Informationen für Patienten und Angehörige, bzw. für Fachpersonal.

Einige Fachinformationen sind auch nur für registrierte Mitglieder zugänglich.

 

 

Unsere Ausrichtung

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Empfohlene Links

Gut fundierte Entscheidungen sind der Schlüssel zum Erfolg. Im Anschluss finden Sie einige hilfreiche Links zu weiterführenden Informationen und verwandten Themen, die Ihnen helfen werden, die bestmögliche Entscheidung zu treffen. 
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
www.dgpalliativmedizin.de 
Deutscher Hospiz- u. PalliativVerband
www.dhpv.de 
Hospiz- und PalliativVerband NRW e.V.
www.hospiz-nrw.de

 

 

Ergänzende Informationen

Wir haben Ihnen eine Liste mit Institutionen zusammengestellt, bei denen Sie kostenlos Broschüren zu ausgewählten Themen herunterladen oder bestellen können.

 

 

 

 

 

 

Die blauen Ratgeber der deutschen Krebshilfe

Die Ratgeber informieren allgemein verständlich über verschiedene Krebsarten, deren Früherkennung, Diagnose und Therapie sowie über die Nachsorge. Darüber hinaus werden übergreifende Themen erläutert, wie Wege zu Sozialleistungen und Hilfen für Angehörige.
Weiterleitung zur Krebshilfe.de

Die letzten Wochen und Tage

Eine Hilfe zur Begleitung in der Zeit des Sterbens
Die Zeit des Strebens ist für viele Angehörige und Freunde eine Zeit der Krise, der Angst und der Unsicherheit. Was geschieht im Sterben? Wie kann ich helfen? Diese Broschüre gibt Ihnen die Antwort auf Ihre Fragen.
Weiterleitung zum Diakonie-Webshop

Positionspapier der AG „Ambulante Palliativversorgung“ aus Nordrhein zum vorgesehenen bundeseinheitlichen Rahmenvertrag für die Durchführungen der Leistungen nach § 37b SGB V

Ambulante Palliativversorgung in Nordrhein: Was wurde erreicht?
In Nordrhein gibt es seit langem ein hohes Engagement von Haus- und Palliativärzten, Pflegediensten, ambulanten Hospizdiensten, Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung in der ambulanten Palliativversorgung. Mit dem seit 2005 geltenden Palliativpflegevertrag und den 2006 geschlossenen Verträgen zur allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV) ist es innerhalb weniger Jahre gelungen, ein Versorgungsnetz in ganz Nordrhein aufzubauen. Auch die SAPV konnte durch den ab 2009 geltenden Rahmenvertrag nahezu flächendeckend ausgebaut werden. Da neben der AAPV und SAPV noch Leistungen der palliativen Regelversorgung auf der Basis des einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) erbracht werden, ruht die ambulante Palliativversorgung in Nordrhein auf drei Säulen. 

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Ausgehend von den Erkenntnissen aus Nordrhein werden für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der SAPV folgende zentrale Empfehlungen gegeben:
► Es sollte eine Klausel im Bundesrahmenvertrag zur Berücksichtigung regionaler Besonderheiten eingefügt werden, um die vor Ort gewachsenen vernetzten Versorgungsstrukturen zu erhalten bzw. wo nötig, weiterzuentwickeln.
► Die SAPV-Leistungen sollten durch eine wirtschaftlich und organisatorisch eigenständige Einheit aus qualifizierten Ärzten mit Zusatzbezeichnung Palliativmedizin und Pflegekräften mit anerkannter curricularer Palliative-Care-Weiterbildung erbracht werden. Alle Mitarbeiter sollten schwerpunktmäßig in der SAPV tätig sein.
► Der Hausarzt sollte als „Bezugsarzt“ des Patienten auch in der SAPV Ansprechpartner bleiben. Für viele Patienten ist die Betreuung durch den Hausarzt von entscheidender Bedeutung. Ein Ausschluss des Hausarztes würde willkürliche Brüche in der Versorgung erzeugen. Diesem könnte durch die Einführung einer Gesprächsziffer "Hausarzt-SAPV-Kontakt" entgegengewirkt werden.
► SAPV-Teams sollten auch weiterhin verpflichtet werden, mit ambulanten Hospizdiensten verbindlich – z.B. durch Kooperationsvereinbarungen – zusammenzuarbeiten. Die regelmäßige Teilnahme der Koordinationskraft des Hospizdienstes an Besprechungen mit dem SAPV-Team (z.B. an Fallbesprechungen) kann helfen, das individuelle Versorgungsnetz für den Patienten und seine Angehörigen enger zu knüpfen und die ehrenamtliche Begleitung zu individualisieren.
► Zur Sicherung der Qualität sollten bundesweit konsentierte und evidenzbasierte Qualitätskriterien entwickelt und verpflichtend eingeführt werden (z.B. Qualitätsindikatoren oder Outcome-Kriterien). Eine Teilnahme an einem bundesweiten Register könnte erwogen werden.


Weitere Empfehlungen:
 Die 40-stündige Kursweiterbildung Palliativ-Medizin (Curriculum der DGP und BÄK) sollte in die Weiterbildung Allgemeinmedizin aufgenommen werden. Dies würde alle Hausärzte in ihrer Tätigkeit unterstützen, die SAPV bedarfs- und indikationsgerecht zu verordnen.
 Perspektivisch sollte die multiprofessionelle Vernetzung der SAPV-Teams durch entsprechende regionale Kooperationen weiter vorangetrieben werden.
 Neben der Betreuung durch das SAPV-Team sollten HKP-Leistungen ergänzend möglich sein.
 Der Leistungsbedarf in der SAPV sollte sich an der Intensität des Behandlungsbedarfs und der Komplexität der Versorgungssituation orientieren.
 Reibungsverluste an den Schnittstellen „Regelversorgung – AAPV – SAPV“ werden vermieden, wenn die Übergänge von einer Versorgungsform in eine andere klar definiert sind. Beispiel: Nach Stabilisierung des Patienten sollte die Möglichkeit bestehen, ihn wieder aus der SAPV in die AAPV bzw. Regelversorgung zu überführen.

Fazit:
Bei der Ausgestaltung des geplanten Bundesrahmenvertrags sollten die regionalen Besonderheiten berücksichtigt werden. In Nordrhein – und möglicherweise auch in anderen Bundesländern – haben die in der Region ansässigen Akteure ein Netzwerk geschaffen, das eine ambulante Versorgung der Palliativpatienten entsprechend der Notwendigkeit und des individuellen Krankheitsverlaufs rund um die Uhr gewährleistet. Solche regionalen, über die Jahre gewachsenen Netzwerke der persönlichen und fachlichen Beziehungen, ermöglichen am ehesten eine bedarfsgerechte Versorgung der Palliativpatienten.

Die palliative Basisversorgung und die AAPV bilden in Nordrhein das Fundament einer funktionierenden SAPV. Die Sicherung des Versorgungsniveaus und die Weiterentwicklung der ambulanten Palliativversorgung vor Ort werden entscheidend davon abhängen, ob es gelingt, vernetzte und aufeinander abgestimmte Angebote zu erhalten und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Mit der Möglichkeit, regionale an den Vorgaben eines Bundesrahmenvertrages ausgerichtete Versorgungsverträge zu schließen, würde sich die SAPV auch künftig zeitnah und bürokratiearm entsprechend den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen (Neufassung § 132d SGB V) umsetzen lassen.

Das Positionspapier wurde von den Mitgliedern der AG „Ambulante Palliativversorgung“ erstellt:

Dr. med. Ulrich Grabenhorst, Verbund der SAPV-Teams Nordrhein (VSTN)  Dr. med. Astrid Lueg, VSTN  Dr. med. Matthias Schlochtermeier, Hausarzt, AAPV  Mario de Haas, Caritasverband Rhein-Erft Kreis e.V  Thomas Montag, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Landesvertretung NRW  Conny Wolff, Ambulanter Palliativ- und Hospizdienst des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Mönchengladbach e.V.  Holger Flügge, kaufm. Leiter des PCT Düsseldorf am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf  Karl-Heinz Wagner, Hausarzt, AAPV, Hospiz- und Palliativverband NRW e.V.  Malgorzata Szajkowska, Palliative Care Duisburg e.G. / medidoc GmbH, Pflegedienst und Palliativpflegedienst  Jessica Reinartz, medidoc GmbH  Robin Fink, AOK Rheinland-Hamburg  Dr. Heike Zimmermann, KV Nordrhein  Achim Merling, KV Nordrhein

PDF-Dokument zum Download

Unser Team

  • Dr. Ulrich Grabenhorst

    1. Vorsitzender

    HomeCare Linker Niederrhein gGmbH

    Venloer Str. 40a

    41751 Viersen

    Tel.: +49 2162 3613 20

    Fax: +49 2162 36132 10

    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Dr. Astrid Lueg

    2. Vorsitzende

    Palliativteam SAPV RheinErft GmbH

    Königstraße 33

    50321 Brühl

    Tel.: +49 2232 949 99 22

    Fax: +49 2232 949 99 23

    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Dr. Manfred Klemm

    Kassenwart

    Ambulantes Palliativzentrum Leverkusen im Regionalen Gesundheitsnetz Leverkusen eG

    Bruchhauser Str. 30

    51381 Leverkusen

    Tel.: +49 2171 36368 20

    Fax: +49 2171 36368 29

    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Stephanie Rühs

    Schriftführerin

    SAPV Wuppertal GmbH

    Kreuzstraße 51

    42277 Wuppertal

    Tel.: +49 202 769716 20

    Fax: +49 202 769716 21

    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Kirsten Horn

    Büro

    Verbund der SAPV-Teams Nordrhein e.V.

    Venloer Str. 40a

    41751 Viersen

    Tel: +49 2162 36132 90

    Fax: +49 2162 36132 10

    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Über uns - VSTN e.V.

Als Interessensverbund vertritt der VSTN e.V. einen Großteil der SAPV-Teams in Nordrhein. Seine Mitglieder wenden sich in ihrem täglichen Wirken unheilbar kranken und sterbenden Menschen zu. Im verbandlichem Zusammenwirken setzt sich der VSTN e.V. gemeinsam mit seinen Mitgliedern für die strukturelle Weiterentwicklung der medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Unterstützung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Zugehörigen in der Region Nordrhein ein. 

Der Verein führt den Namen Verbund der SAPV-Teams Nordrhein e.V. Er hat seinen Sitz in Viersen und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Viersen eingetragen. Den Vorsitz führt Dr. Ulrich Grabenhorst. 

 

 

Latest News

Die nächste Mitgliederversammlung findet am 28.01.2020 um 18:30 Uhr im Hospiz Haus Franz in Viersen-Dülken statt. 


 

Adresse

VSTN e.V.
Verbund der SAPV-Teams Nordrhein e.V.
Vorsitzender
Dr. med. Ulrich Grabenhorst
Venloer Straße 40
41751 Viersen

Tel.: 02162 3613 290
E-Mail: info@vstn.net

Links

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
www.dgpalliativmedizin.de

Deutscher Hospiz- u. PalliativVerband
www.dhpv.de

Hospiz- und PalliativVerband NRW e.V.
www.hospiz-nrw.de