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Positionierung des Verbunds der SAPV-Teams Nordrhein e.V. zum Paragraf 217 StGB und der angestrebten Neuregelung der Suizidbeihilfe

Der Vorstand des VSTN e.V. hat aufgrund der Kontroversität des Themas die Mitglieder des Verbunds zu einem Workshop eingeladen. Zielsetzung des Workshops war, eine breite Diskussion mit möglichst vielen Mitarbeitenden der im VSTN e.V. zusammengeschlossenen SAPV-Teams zu führen und eine im Verbund getragene Positionierung zu finden. Dies ist gelungen.

Im Zentrum der palliativen Arbeit der SAPV-Teams stehen schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Familien. Die Teams arbeiten multiprofessionell und beziehen ergänzend weitere Leistungserbringer in ihre Arbeit ein. Dies ermöglicht ihnen, auch Patienten mit schwerer Symptomlast und einem hohen Versorgungsbedarf in gewohnter häuslicher Umgebung würdevoll bis zum Versterben zu begleiten.

Aus ihrem täglichen Tun und dem Wissen um die Möglichkeiten der palliativen Versorgung heraus, halten es die im VSTN e.V. zusammengeschlossenen SAPV-Teams für wichtig, bei allen sicherlich bestehenden unterschiedlichen ethischen und spirituellen Vorstellungen gemeinsam zu verdeutlichen, dass sie die Beihilfe zum Suizid nicht als Aufgabe der Hospiz- und Palliativversorgung sehen. Neben der gewünschten Sicherung der Autonomie der selbstbewusst handelnden starken Person geht von der Legalisierung der geschäftsmäßig organisierten Beihilfe zur Selbsttötung eine besondere Gefährdung der Selbstbestimmung kranker, schwacher und abhängiger Menschen aus. Hier ist vor der Beihilfe zum Suizid eine umfangreiche, aufsuchende palliativmedizinische und palliativpflegerische sowie psychosoziale - aber auch ökonomische Fragen umfassende - Beratung erforderlich.

Sich respektvoll mit Todeswünschen von Patient*innen, dem damit verbundenen Leid, den Ursachen und - falls gewünscht - möglichen Abhilfen auseinanderzusetzen, ist eine essentielle Aufgabe der Mitarbeitenden in der Hospiz- und Palliativversorgung. Hier ist die Förderung einer spezifischen Weiterbildung für Palliativpflegekräfte, Ärzt*innen und psychosoziale Fachkräfte sinnvoll.

Eine obligate ärztliche Verordnung im Rahmen der Beihilfe zum Suizid durch eine tödlich wirkende Substanz würde den Eindruck einer ärztlichen Indikationsstellung erwecken und damit die autonome Handlung des Sterbewilligen infrage stellen und die Verantwortung unzulässig auf die Ärzt*innen verlagern. Da es sich entsprechend dem aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes - unabhängig von Krankheit oder bestimmten Lebenssituationen - um die Ausübung eines Persönlichkeitsrechts handelt, ist die Abgabe der tödlich wirkenden Substanz durch eine Behörde konsequent und zu bevorzugen.

Unabhängig hiervon respektiert der VSTN e.V. die autonome Entscheidung eines Suizidwilligen ebenso wie die rechtliche Situation, dass in Deutschland die Beihilfe zum Suizid - im Gegensatz zu unseren Nachbarländern - nicht verboten ist.

Der VSTN e.V. wird der von Bundesgesundheitsmister geäußerten Bitte um Stellungnahme durch Fachgesellschaften etc. folgen und im Sinne des gefundenen Konsens Stellung beziehen und Vorschläge für aus seiner Sicht wichtige Kriterien, Maßnahmen und Vorgehensweisen hinsichtlich der Neuregulierung der Suizidbeihilfe verfassen.

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Unser Team

  • Dr. Ulrich Grabenhorst

    1. Vorsitzender

    HomeCare Linker Niederrhein gGmbH

    Venloer Str. 40a

    41751 Viersen

    Tel.: +49 2162 3613 20

    Fax: +49 2162 36132 10

    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Dr. Astrid Lueg

    2. Vorsitzende

    Palliativteam SAPV RheinErft
    GmbH

    Königstraße 33

    50321 Brühl

    Tel.: +49 2232 949 99 22

    Fax: +49 2232 949 99 23

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  • Dr. Manfred Klemm

    Kassenwart

    Verbund der SAPV-Teams Nordrhein e.V.

    Venloer Str. 40a

    41751 Viersen

    Tel: +49 2162 36132 90

    Fax: +49 2162 36132 10

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  • Stephanie Rühs

    Schriftführerin

    SAPV Wuppertal GmbH

    Kreuzstraße 51

    42277 Wuppertal

    Tel.: +49 202 769716 20

    Fax: +49 202 769716 21

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  • Kirsten Horn

    Büro

    Verbund der SAPV-Teams Nordrhein e.V.

    Venloer Str. 40a

    41751 Viersen

    Tel: +49 2162 36132 90

    Fax: +49 2162 36132 10

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Über uns - VSTN e.V.

Als Interessensverbund vertritt der VSTN e.V. einen Großteil der SAPV-Teams in Nordrhein. Seine Mitglieder wenden sich in ihrem täglichen Wirken unheilbar kranken und sterbenden Menschen zu. Im verbandlichem Zusammenwirken setzt sich der VSTN e.V. gemeinsam mit seinen Mitgliedern für die strukturelle Weiterentwicklung der medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Unterstützung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Zugehörigen in der Region Nordrhein ein. 

Der Verein führt den Namen Verbund der SAPV-Teams Nordrhein e.V. Er hat seinen Sitz in Viersen und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Viersen eingetragen. Den Vorsitz führt Dr. Ulrich Grabenhorst. 

 

 

Latest News

Ab sofort steht die zweite Auflage der Broschüre Zum Umgang mit Off-Label-Use in der Palliativmedizin auf den Websites der beiden Herausgeber (Dr. Constanze Rémi und Prof. Dr. Claudia Bausewein, Kompetenzzentrum Palliativpharmazie mit Zentralstelle Off-Label-Use, Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am LMU Klinikum München und Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin) online zu Verfügung. Die Printausgabe der deutschen Fassung kann ab sofort in der Geschäftsstelle der DGP bestellt werden.


Die nächste Mitgliederversammlung findet am 08.09.2020 um 18:30 Uhr statt.

Adresse

VSTN e.V.
Verbund der SAPV-Teams Nordrhein e.V.
Vorsitzender
Dr. med. Ulrich Grabenhorst
Venloer Straße 40
41751 Viersen

Tel.: 02162 3613 290
E-Mail: info@vstn.net

Links

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
www.dgpalliativmedizin.de

Deutscher Hospiz- u. PalliativVerband
www.dhpv.de

Hospiz- und PalliativVerband NRW e.V.
www.hospiz-nrw.de